Fotos 2017/2

Fotos 2017/2

Der Tag der SchülerBlättern

Jeder Berufsgruppe ist in Peru ein spezieller Tag im Jahr gewidmet, so auch den Schülern. An diesem Tag steht mehr der Spaß im Vordergrund und die Kinder erhalten u.a. Süßigkeiten. In den Dörfern fällt der Tag nicht so üppig aus, wie in den Schulen im Tal. In Chaullaccocha spielten alle Kinder gemeinsam, was es bis jetzt in dieser Form auch noch nicht gab und für das gute Verhältnis zwischen den Lehrer spricht. Es handelte sich um diverse Wettbewerbe wie Staffellauf, Seilspringen, Eierlauf (zum Glück konnte ich Limonen beisteuern, die diverse Aufschläge am Boden zu verkraften hatten) und Fußball am Schluss. Dieser Tag bereitete den Kindern und Lehrern viel Freude. Auch wir mischten uns drunter und haben schon lange nicht mehr so viel gelacht. Die Einladung zum gemeinsamen Mittagessen (Forellen mit Kartoffeln) konnten wir natürlich nicht abschlagen. Für die Kinder hier, gab es Coca Cola zur Feier des Tages, welches von mir beigesteuert wurde. Eine Bitte, die ich Prof. Wilbert nicht ausschlagen konnte.

Neuer Fußboden im BüroBlättern

Wir hatten 2013 aus Kostengründen nur einen Holzfußboden verlegt. Dieser wurde im Laufe der Zeit trotz intensiver Pflege immer schlechter, so dass man zum Schluss schon aufpassen musste, wo man seinen Fuß hinsetzte. Im September (kurz vor meiner Ankunft) wurde dieser erneuert. Die Bereiche zwischen den Holzleisten wurden mit Steinen ausgefüllt und Zement bedeckt. Damit hat man einen stabilen und vor allem trockenen Untergrund auf dem das Holz verlegt werden kann. Das Wetter war in der Zeit ungewöhnlich schlecht und es gab sogar Schnee, der für Juli typisch ist. Das half Tito, Gabriel, Enrique, Juan und Alipio nicht weiter.

Tragetuch wie MamaBlättern

Die Frauen und auch manche Männer verwenden noch immer das traditionelle Tragetuch, um alles Mögliche (vom Baby bis zum Futter für Meerschweinchen) zu transportieren. Hier versucht die zweijährige Sara ein solches zu falten und sich auf den Rücken zu nehmen.

WasserholenBlättern

Zwei Familien (Anita und Santos sowie Juliana und Tomas) leben relativ weit oben und haben von der Stadtgemeinde keinen Wasseranschluss erhalten. Sie müssen sich das Wasser in Kübeln aus einer 50m entfernten Lagune holen. Mit der neuen Küche ist aufgrund der integrierten Warmwasseraufbereitung der Bedarf gestiegen. Sie machen es gerne und ich werde versuchen, Spenden für eine Wasserleitung zu einer Quelle zu bekommen, damit sie mit dem Gewächshaus weitermachen können.

"Professor Ronald"Blättern

Seit Ronald die Vorschule in Chaullaccocha übernommen hat, funktioniert diese perfekt. Die Kinder lieben ihn, respektieren ihn aber und gehorchen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie draußen herumtollen oder drinnen z.B. ein Geschicklichkeitsspiel basteln. Er bringt die Kinder zum Teil sogar nach Hause, denn zwei von den Kleinsten haben Angst vor den Hunden, an denen sie vorbei müssen. Es macht Freude, die gute Stimmung und die Zusammenarbeit zwischen den Lehrern zu beobachten. So könnte es noch eine Weile weitergehen.

FärbenBlättern

Juan führte eine Schulung im Färben mit den Frauen in Chupani, die mit uns im Projekt arbeiten, durch. Am ersten Tag wird die Wolle vorbereitet. Das bedeutet: waschen, waschen und noch einmal waschen und zum Schluss mit Fixierer zu versehen. Die Frauen markieren ihre jeweilige Wolle durch unterschiedliche Plastikbänder, mit denen sie zusammengehalten wird. Am zweiten Tag findet das eigentliche Färben statt. Für Gelb werden Pflanzen verwendet, die entsprechend aussortiert werden, damit nur die Blätter ausgekocht werden. Für Rot werden Kaktusläuse gekocht, was bis zu dreimal möglich ist, wobei sich die Zeit für den Sud immer mehr verlängert. Blau entsteht hauptsächlich durch Indigo und Mineralien, welche genau nach Gramm abgewogen und in Wasser gelöst werden. Die Wolle muss im Sud für Gelb und Rot eine Stunde lang kochen. Bei Rot entscheidet u.a. die verwendete Grundfarbe der Wolle (weiß oder grau) über die Helligkeit. Bei Blau bleibt die Wolle nur einige Minuten im Topf. Grün und Violett erhält man durch ein entsprechendes zweistufiges Färben: erst Gelb bzw. Rot und dann Blau. Insbesondere nach dem Bad in Blau ist es ganz wichtig, die Wolle durch Schenken zu ventilieren. Das Ganze ist natürlich ein Gemeinschaftserlebnis für die Frauen und macht entsprechend viel Spaß.

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Llipin Yahuar - Todas las Sangres

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Monday, 25. October 2021